Nanu, wo sind denn die ganzen Nazis hin?!

Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr und Samstag um 21 Uhr bietet Berlins bestes Programmkino, das Zeughauskino, die seltene Gelegenheit, den Filmklassiker CASABLANCA in einer mehr als skurrilen Fassung zu sehen: in der deutschen Synchronfassung von 1952.

Warum skurril? Weil sie gänzlich ohne Nazis auskommt! Als Warner Brothers den Film zehn Jahre nach seiner Uraufführung endlich auch in Deutschland auswerten wollte, hielt der Verleih es für geschäftsfördernd, das Anti-Nazi-Melodram für das deutsche Publikum ein wenig "eingängiger" zu gestalten. 

Gemäß dem Motto "Nazis raus!", verschwanden so durch Synchronisation und Kürzung um satte 21 Minuten sämtliche Szenen mit den deutschen Militärs um Major Strasser (Conrad Veidt) und aus dem verfolgten Widerstandskämpfer Victor László (Paul Henreid) wurde kurzerhand ein wegen Sabotage gesuchter Erfinder geheimnisvoller „Deltastrahlen“ namens Viktor Larsen.

Na, gepackt? Dann auf ins Zeughauskino!

PS: Weitere Infos zur Fassung gibt es hier.

Schnell! Noch ist es nicht zu spät!

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs

EIN GUTES NEUES JAHR 2014!

Und wie beginnt das neue Jahr?

Wie schon das letzte und vorletzte: Mit einem Rückblick auf das vergangene Kinojahr!

Was waren 2013 die bemerkenswerten Kinofilme? Hier meine ganz persönliche Liste:

Mammu, es Tevi milu (Lettland 2013, Buch und Regie: Janis Nords)

The Guilt Trip (USA 2013, Buch: Dan Fogelman, Regie: Anne Fletcher)

Die Jagd (Dänemark 2013 , Buch: Tobias Lindholm, Thomas Vinterberg, Regie:  Thomas Vinterberg)

Before Midnight (USA 2013, Buch: Richard LinklaterJulie Delpy, Ethan Hawke, Regie: Richard Linklater)

Rush (USA/GB/Deutschland 2013, Buch: Peter Morgan, Regie: Ron Howard)

Place beyond the Pines (USA 2013. Buch: Derek CianfranceBen Coccio, Darius Marder, Regie: Derek Cianfrance)

Like Father, Like Son (Japan 2013, Buch und Regie: Hirokazu Koreeda)

Das Mädchen Wadjda (Saudia Arabien/Deutschland 2013, Buch und Regie: Haifaa Al-Mansour)

Gravity (USA 2013, Buch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón, Regie: Alfonso Cuarón)

Seien wir gespannt auf den neuen Jahrgang!

Es ist soweit!

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs

FROHE WEIHNACHTEN!

Als besonderes Weihnachtsgeschenk bietet arte+7 allen die Möglichkeit, unseren Kurzfilm DER PASSAGIER in den nächsten Tagen (noch einmal) zu sehen. Viel Spaß!

In eigener Sache: DER PASSAGIER abrufbar in der SWR Mediathek

Gute Nachrichten für alle, die es Mittwochabend aufgrund von Wetter-Kapriolen nicht geschafft haben, die Fernseh-Premiere von DER PASSAGIER im SWR mitzuerleben: bis nächsten Mittwoch stellt der SWR unseren Film in seiner Mediathek kostenlos zum Abruf zur Verfügung.

Also: bereitmachen zum Boarding!

In eigener Sache: DER PASSAGIER feiert im SWR Fernseh-Premiere!

Nach einem Jahr erfolgreicher Festivaltour u.a. beim Ophüls Preis in Saarbrücken, Filmfest Dresden, Filmkunstfest Schwerin und zuletzt Exground Filmfest Wiesbaden feiert unser von der FBW Wiesbaden mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichneter Kurzfilm DER PASSAGIER seine Fernsehpremiere!

In eigener Sache: DER PASSAGIER im Wettbewerb vom 26. Exground Filmfest in Wiesbaden!

Mehr als 3.000 Filmen aus 93 Ländern wurden zum diesjährigen Exground Filmfest eingereicht. Einreichrekord! Unter den Filmen, die es ins Programm des Wettbewerbs geschafft haben, ist zu meiner großen Freude auch DER PASSAGIER

Zu sehen sein wird er zweimal: am Dienstag, den 19.11., um 20 Uhr, und am Sonntag, den 24. 11., um 18 Uhr. Jeweils in der Caligari FilmBühne, einem der schönsten Kinos, das ich kenne.

Also: Auf nach Wiesbaden!

Heute holen wir uns blaue Flecke mit Billy Wilder!

So! Sommerpause vorbei! Blogmäßig jedenfalls.

Weiter geht's heute mit unserem alten Freund Billy Wilder. Das letzte Mal hat er uns beim Drachensteigen erklärt, wie er zusammen mit I.A.L Diamond seine Geschichten entwickelt hat. Heute beschreibt er uns auf eine andere Weise den Prozess des Geschichtenerzählens. Und wie macht er das? Klar, wie wir das schon von Joseph Pulitzer gelernt haben: kurz, klar und bildhaft.

"Wir Filmregisseure betreten alle am Anfang ein dunkles Zimmer und jeden Augenblick kann man über ein Möbelstück stolpern, sich ein Bein oder gar den Hals brechen. Manche sehen ein bisschen besser im Dunkeln als andere. Aber keiner sieht ganz klar, was es wird. Erst wenn der Film fertig ist, nach dem Schnitt, hat er ein erkennbares Gesicht."

Was Billy Wilder hier über Filmregisseure sagt, gilt natürlich auch für die Drehbuchautoren. Wenn nicht sogar umso mehr für sie. Sind es in den allermeisten Fällen doch die Drehbuchautoren, die als erste die Dunkelheit betreten und den Raum vermessen, damit alle anderen sich nicht ganz so häufig den Kopf stoßen. Aber wer wüßte das besser als Billy Wilder selber, der sich zeitlebens mehr als Drehbuchautor denn als Regisseur verstand.

In diesem Sinne: Auf, zurück in die Dunkelheit!

(Billy Wilder zit. nach Reichelt, Peter/Walda, Christian: 1,2,3... Billy Wilder. Fotographien. Mannheim 2012.

Heute lernen wir, wie wirkliche Meisterwerke entsehen

In der letzten DRUCKFRISCH-Sendung hatte Denis Scheck Richard "Kinky" Friedman zu Gast.

Friedman, Country-Musiker, Geisel-Retter und Krimi-Autor, nahm sich die Zeit, nicht nur seinem Gastgeber ein Ständchen zu singen, sondern auch ihm zu erklären, wie große Romane oder überhaupt Meisterwerke entstehen.

Dies vorab: Sich vorzunehmen, ein Meisterwerk zu malen, zu komponieren oder zu schreiben, sei schon mal der falsche Weg:

Ich glaube, wer sich sowas vornimmt, wird zwangsläufig scheitern. Die besten künstlerischen Arbeiten entstehen aus Zufall, durch Menschen, die ihre Miete zahlen wollen. So wie Van Gogh. Nach meiner Definition ist ein Künstler jemand, der seiner Zeit voraus und mit der Miete hinten dran ist. Und außerdem muß ein Künstler erbärmlich unglücklich sein. Sie müssen gegen jeden Funken Glück in Ihrem Leben kämpfen.

Jetzt wissen wir also, wie's klappt: Unglücklich sein, Miete zahlen und nicht einmal daran denken, ein Meisterwerk schaffen zu wollen! So einfach ist das! Toll!

Und wenn hinterher kein Meisterwerk dabei herauskommen sollte, ist wenigstens einer glücklich: mein Vermieter.

In diesem Sinne: Ran ans (Meister)werk!

In eigener Sache: Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein fördert GOLIATH!

Nach unserem erfolgreichen Kurzfilm DER PASSAGIER hat die Filmförderung Hamburg Schlewig-Holstein uns erneut ihr Vertrauen entgegengebracht: Am 24. April hat das Gremium 2 der FFHSH entschieden, die Drehbuch-Entwicklung unseres Langfilm-Projekts GOLIATH mit 15.000 Euro zu unterstützen! Wir freuen uns sehr!

GOLIATH, das Drama einer verstrickten Mutter-Sohn-Beziehung, schreibe ich zusammen mit Marcus Richardt, der auch die Regie übernehmen wird. Produzentin ist, wie schon beim PASSAGIER, Rike Steyer (Skalar Film).

In eigener Sache: DER PASSAGIER im Wettbewerb des 23. filmkunstfest Schwerin!

Und schon geht es weiter. Nach dem sehr schönen Festival in Dresden legt DER PASSAGIER seinen nächsten Zwischenstopp ein: Diesmal in Schwerin! Hier startet heute das 23. filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern.

DER PASSAGIER läuft im Wettbewerb und ist bis Sonntag dreimal zu sehen.

Auf ein schönes Festival!

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