Mit Pumps und Perlenkette gegen den inneren Schweinehund!

Wer zur Arbeit nicht ins Büro fährt, sondern nur an seinen heimischen Schreibtisch geht, hat unbestritten Vorteile: kurzer Anfahrtsweg, flexible Arbeitszeiten, keine quatschenden Kollegen. Ebenso unbestritten hat der Heimarbeiter einige gravierende Nachteile: zuhause ist man schneller abgelenkt - etwa von wirklich (!) dringender Hausarbeit. Im Großraumbüro hingegen fühlt man sich nur selten veranlaßt, Staub zu saugen oder die Fenster zu putzen. Zuhause fehlt einem der klare Arbeitsbeginn und der klar definierte Feierabend - Arbeit und Freizeit verschwimmen. Und die Gefahr, daß man am Abend nicht das geschafft hat, was man doch eigentlich wollte, ist groß.

Was kann man nur tun?

Diese Frage hat sich auch Verena Mayer vom Tagesspiegel gestellt und in ihrem Bekanntenkreis nach Tips gefragt. Zwei Tips fand ich ganz bemerkenswert und möchte sie deshalb hier aufgreifen:

Über eine befreundete Grafikdesignerin, die ebenfalls zu Hause arbeitet, berichtet Verena Mayer, daß sie jeden Morgen um halb neun aus dem Haus geht und eine Runde um den Block dreht.

"Wenn sie sich dann im Schlafzimmer an ihren Schreibtisch setzt, hat sie das Gefühl, zur Arbeit gegangen zu sein. Um 18 Uhr das gleiche Spiel, wobei sie während der Rushhour noch eine halbe Stunde Bus fährt. Danach kann sie es kaum erwarten, nach Hause zu kommen."

Eine Korrespondentenkollegin aus Tiergarten hat noch eine andere Arbeitsweise gefunden:

"Sie zieht jeden Morgen einen schwarzen Hosenanzug und hochhackige Schuhe an. Bevor sie vom Schlafzimmer ins Arbeitszimmer wechselt, legt sie sich noch eine Perlenkette um den Hals. So kann sie der Privatheit ihrer Wohnung die notwendige Professionalität abtrotzen."

Das probieren wir morgen doch gleich mal aus! Und übermorgen werde ich dann ein Foto von mir mit Pumps und Perlenkette posten!