Februar 2012

Alles wird gut! Alles wird gut!

Mit diesem Mantra wollen wir beschwingt in die neue Woche starten! Oder wie es die drei Idioten im gleichnamigen indischen Film (dem erfolgreichsten aller Zeiten!) singen: "All Izz Well!".

Wie wichtig ist Talent?

Ziehen wir diesmal Max Reinhardt zu Rate:

"Vergessen Sie Talent! Sind Sie zäh?"

gefunden in: Uta Hagen: Kleines Schauspieler-Handbuch.

Am Schreiben ist eigentlich alles schlimm. Aber was ist das schlimmste?

Lassen wir diese Frage Agatha Christie beantworten. In Das fahle Pferd läßt sie Mrs. Olivier, "eine sehr bekannte Verfasserin von Kriminalromanen", sagen:

"Ich bin viel zu sehr mit meinem neuen Buch beschäftigt... oder vielmehr damit, mich darüber zu ärgern, daß ich nicht vorankomme. Das ist das schlimmste dabei, wenn man Schriftstellerin ist - obwohl eigentlich alles schlimm und ermüdend ist, außer dem einem Moment, da man glaubt, eine wundervolle Idee zu haben und es kaum erwarten kann, mit dem Schreiben anzufangen."

(Übersetzung: Margaret Haas)

Es ist also doch nicht alles schlimm: Vergessen wir das nicht!

Warum das Kino niemals aussterben wird.

Gibt es etwas Nervigeres als quatschende Zuschauer im Kino? Nein! Das findet auch Tilmann Warnecke, der für den Tagesspiegel ein "Plädoyer für mehr Konzentration" verfaßt hat und sich darin nach den alten Griechen sehnt:

"Wenn die ihre großen Festspiele abhielten, wachten Aufseher über das Publikum und hielten dieses notfalls 'mit  Stockhieben ruhig', wie Platon berichtet."

Neben roher Gewalt hat Tilmann Warnecke aber noch eine andere erstaunliche Sache entdeckt, die die Leute zum Schweigen bringt:

"Was auf jeden Fall hilft, ist Nacktheit der Darsteller."

Quatschende Zuschauer nerven. (Und auch solche, die mitten im Film aufstehen und mit ihrem Schatten die Leinwand abdecken!) Aber seien wir ehrlich: Kein 3D, kein Surround-Sound, keine noch so große Leinwand und auch kein Valet-Parking wird das Kino retten. Das kann nur das Publikum!

Das Gemeinschaftgefühl, mit anderen zusammen einen Film zu gucken, kann man zuhause einfach nicht simulieren, das hat man nur im Kino. Jeder weiß, daß Komödien witziger sind, wenn man sie zusammen schaut. Aber auch andere Genres gewinnen - und das gilt für einen aktuellen Film ganz besonders: DRIVE. 

Im Dezember hatte ich das Privileg, DRIVE mit 90 anderen Leuten vorab im ausverkauften Central-Kino zu sehen. Und die Reaktionen auf einige Szenen des Films mitzubekommen, war unglaublich! Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht schreiben (Keine Spoiler!), aber es ist ganz klar: DRIVE muß man im Kino sehen!

Wofür ist das Internet gut, wenn nicht zum Predigen? Deshalb: Auf ins Kino! DRIVE anschauen!